Liebe Freunde

Jetzt ist schon mehr als ein Monat vergangen seit unserem letzten Besuch in Philadelphia. Es war eine ruhige Reise, ohne Probleme mit den Flugzeugen oder anderen Zwischenfällen, sind wir heil im Haus der Familie Affel angekommen, wo wir wie immer sehr freundlich aufgenommen wurden.



Wir wurden vom Frühling in seiner vollen Pracht empfangen. Die Bäume blühten, was Rosa zu beeinträchtigen schien. Ihr Verhalten verschlechterte sich während des Aufenthaltes. Sie war unruhiger und auch ein wenig irritiert.

Während der Evaluation hat Rosa zum ersten Mal kein Wechsel im Entwicklungsprofil gezeigt, obwohl sie sehr viele positive Fortschritte gemacht hat. Rosa kann nun ein wenig rennen. Sie läuft zwar noch immer nicht perfekt mit durchgedrückten Knien, aber man sieht es kaum noch. Sie macht kleine Rennversuche und hebt dabei ihre Arme auf Brusthöhe so wie es alle Kinder tuen.

Ihre Konvergenz (Fähigkeit 3 dimensional zu sehen) hat sich sehr verbessert. Rosa hat auch eine bessere Verdauung. Ihr Benehmen hat sich in der vergangenen Periode extrem verbessert und Rosa kann sich besser auszudrücken, kann aktiver am täglichen Leben teilnehmen und erledigt auch ganz kleine Aufgaben im Haus, wie zum Beispiel: das Licht an und ausschalten, ihren Teller zum Abwaschbecken bringen, den Tisch abwischen u.s.w.


Und oft muss ich mir nun die Frage stellen: Was ist der Grund, wenn Rosa sich nicht gut benimmt: „Sturer Kopf“ oder Hirnschaden? Will sie nicht oder kann sie nun gerade nicht? Der Hirnschaden ist immer noch da und Rosa hat zweifellos tausend Mal mehr Probleme als andere Kinder in ihrem Alter, sich auszudrücken oder sich ihrem Alter entsprechend zu benehmen, aber sie kann es täglich besser. Wenn sie sich konzentriert kann sie sich fuer kleine Momente sehr gut benehmen und erstaunliche Dinge tuen. Langsam werden diese Momente länger. Ihre Hör - Hypersensibilität ist auch viel besser.

Ich bin mir nun (etwas spät) bewusst geworden, dass ich, wenn ich will, dass Rosa sich wie eine Achtjährige benimmt, sie auch wie eine Achtjährige bestrafen muss. Es scheint zwar unglaublich, aber bis heute habe ich meist versucht, dies zu vermeiden. Wir hatten zwar unsere Regeln, aber normalerweise haben wir zu viel durchgehen lassen. Vielleicht Maria ist das einzige Mitglied der Familie, welches dies nie tat. Ich bin dabei das Schimpfen zu erlernen und Rosa verehrt mich für meine Bemühungen. Sie weint und freut sich zu gleichen Zeit und wird täglich etwas selbstständiger.


Im nächsten halben Jahr werden wir uns dem Rennen widmen. Jeden Abend erklimmen wir einen Hügel hier in Tuxtla um schnell hinunterzulaufen und so das Rennen zu üben. Jeden Morgen laufen wir für für eine halbe Stunde auf flachem Gelände. Diese Ausflüge werden wohl das beste Geschenk dieser Periode sein, denn während einem Jahr hatte sich das Programm im Haus konzentriert und oft hatten wir ganz schön Langeweile.

Rosa benötigt auch nicht mehr die Deep Tactil Stimulation. Wir machen nun nicht mehr die Massagen, die uns während zwei Jahren täglich begeleitet haben.

Um die Stellung ihrer Knie weiter zu verbessern, wird Rosa weiterhin spezielle Treppen steigen.



Auch intelektuell hat Rosa in den lezten 6 Monaten grosse Fortschritte gemacht. In nur sieben Monaten hat sie mehr als 190 Bücher gelesen (kein Schreibfehler). Ihr bestes Geschenk ist, das sie nun Japanisch lernen darf. Es ergaben sich einige Probleme in der Vorbereitung des Materials. Es ist nicht so einfach für uns eine Sprache zu unterrichten die wir selbst nicht beherrschen. Aber dank Lorena, die das Material erarbeitet, können wir Fortschritte in der Einführung der Symbolsprache Kanji verzeichnen.

Ausser dem Spanisch sind wir auf der Suche nach Büchern mit hohem Niveau: fortgeschrittene Mathematik, Physik und Chemie. Dafür wären wir sehr dankbar. Am meisten helfen uns digitalisierte Bücher.




Rosa konnte dieses Mal den Hörsaal besuchen und einer Vorlesung beiwohnen.



Mit dem vielen Pollen ist Rosa schon manchmal das Lachen vergangen.

 

Rosa kommuniziert weiterhin mit vereinfachter Kommunikation. In dieser Periode wurde ihr das Ziel gesetzt, eine Arbeit vollständig zu beenden (Geschichte, Roman oder was auch immer), diese zu drucken, zu illustrieren, das Titelblatt zu gestalten u.s.w.. Es erwartet uns bestimmt eine Überaschung.

Nun gut, das war nun auch schon beinahe alles. Wir arbeiten oftmals bei mehr als 40ºC. Die Stadt ist mit Staub und Rauch verschmutzt und wir erwarten den Regen. Der Regen wird Erleichterung bringen, aber leider auch die Mücken. Was kann man schon machen: Weitermachen, nichts weiter.




Beim Spielen mit Maria stehen Rosa oft die Haare zu Berge.



Rosa ist zum ersten Mal den ganzen Weg bis zu den Instituten alleine gelaufen.


Das Kunstmuseum darf nie fehlen.

Liebe Freunde und Paten, vielen Dank für Eure Hilfe. Das 5. Therapiejahr geht zu Ende und wenn wir zurückschauen ist fast nicht zu glauben, was wir alles erreicht haben. Das Problem ist, das wir die meiste Zeit nach vorn sehn und dann oft den unendlich langen Weg sehen, der uns noch fehlt. All die Unterstützung, die wir erhalten ist zwar nicht der einzige, aber doch ein wichtiger Grund, nicht stehenzubleiben.

Elke, Darinel, Maria und ROSA
Mai, 2008


Zurück zu Hause


Ausflug zum Cañon de Sumidero mit Paco,
Lorena und Elio, Rosas Helfer.


 

WEBseite der Institute für die Förderung des menschlichen Potentials
www.iahp.org

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Abrechnung

Dank all eurer wertvollen Hilfe ist die Summe von 2,456.94 Euros, die 3,685.41 Dollar oder 36,251.22 mexikanischen Pesos entspricht, zusammengekommen.

Wir hoffen von ganzem Herzen, dass ihr mit der folgenden Verteilung der Spendengelder einverstanden seid.

Ausgaben:

pesos

= dólar

= euro

Termin in den Instituten

50,074.60

4,594.00

3,062.66

Simultanübersetzung

4,929.00

465.00

310.00
Flugtickets (Tuxtla Gtz., México - Philadelphia)
20,759.92
1,904.58
1,269.72

Vitamine, Ernährungszusätze, Masken

7,281.85

668.06

445.37
Betreuung von Rosa während der Vorlesungen
2,725.00
250.00
166.66

Total

85,770.37
7,881.64
5,254.41

Die Ausgaben, die die Spenden überstiegen, wurden von unserer Familie getragen.

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Für den Termin vom 14. Abril 2008, möchten wir uns herzlich bedanken

In Deutschland: Wir bedanken uns herzlich bei Barbara Weise, Liselotte Hagemann, Ulrike Hartung, Hildegard Bulik, Ursula Beige, Katina Volkland, Christa Barentin, Martina Schulz, Wolfgang Görsdorf, Gisela und Reinhard Lehmpfuhl, Dr. Maria Luise Winkler und Martin Winkler, Beate Tremmel, Lothar Grimm, Fr. Dr. Chesin, Nada Quenzel, Reiner Glöckl und Frau Adel, Anita Redlich, Dr. Renate Schulze, Charlotte Greiner Pachter, Familie Brandt, Familie Giessler, Dr. Reiner Gloeckl, Gwyn Pietsch und vielen Dank an meine Eltern, die immer bei allem helfen.

In Mexiko: Wir bedanken uns herzlich bei Cleotilde Pastrana de Robles, Victor Peréz (Chiapashosting) und Silvia Ramírez.

Vielen Dank ausserdem an Emma Gutiérrez die mich mit dem Programm der Institute bekannt gemacht hat, an Gabriel Sosa von FICCIONA für den Schnitt der Videos, die wir an die Institute schicken, an Raymundo Zenteno, der meine Schreiben im Spanischen korrekturliest, an Silvia Ramírez, die mir beim Erstellen dieser Webseite geholfen hat, an Jessica Wendt, die geduldig diese Seiten und alle Berichte an die Institute ins Englische übersetzten und an Elio Rudelli für die Übersetzungen ins Italienische.

Wir bedanken uns auch herzlich bei den freiwilligen Helfern im letzten halben Jahr: Lorena Bösiger, Elio Rudelli, Els, Patricia Salazar, David Guzmán, Carlos Roblero, Paquito Marquez, Liliana Gómez.

Vielen Dank an Angélica und Rafa mit ihren Kindern Emiliano und Pablo für all ihre Hilfe.

In Belgien : Wir bedanken uns herzlich bei der Familie von Frie und Marc Van Bockstaele- Vanhees und ihrem Sohn Jense Van Bockstaele.

In Italien: Vielen Dank an Elio Rudelli und seine Familie.

In den USA : Ein besonderes Dankeschön an die Organisation “Hosts for Hospitals" und ihren Direktor Mike Aichenbaum und an die Familie von Libba y Charles Affel, die uns wiederum wärmstens in ihrem Haus aufgenahmen.

In Spanien : Viele Grüsse, ein Dankeschön und die besten Wünsche an Angela Roces und ihre Eltern.

Wie immer ein besonderes Dankeschön an alle Freunde, die sich nicht mit uns in Verbindung setzen konnten, uns aber mit den besten Wünschen begleitet haben.

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